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Small Talk: "Kleines Gespräch" mit großer Wirkung!

Die Kunst der ungezwungenen Plauderei macht es uns leicht, Kontakte herzustellen und andere Menschen kennen zu lernen. Oft als oberflächlich abgetan, sind gerade die leichten und unverfänglichen Themen besonders geeignet, eine Begegnungs- und Kommunikationssituation angenehm zu gestalten. Wenn beide als Ergebnis dann ein Lächeln auf dem Gesicht haben - perfekt.

Wer die Kunst der entspannten Plauderei beherrscht, stellt geradezu mühelos Kontakte zu anderen Menschen her! Sie gehören hier nicht zu den Naturtalenten? Vielleicht kann ich Sie auf den Geschmack bringen!

Typischerweise ergibt sich ein Small Talk in folgenden Situationen:

Dies sind natürlich nur Beispiele für Situationen, die durch ein auflockerndes Einstiegs- oder Startgespräch positiv beeinflusst werden können. Small Talk erleichtert den Aufbau von Beziehungen jeglicher Art, egal ob im geschäftlichen oder privaten Umfeld. Sie können sich von einer ganz persönlichen Seite zeigen und so viel leichter Beziehung herstellen. Vielleicht entdecken Sie sogar verbindende Gemeinsamkeiten.

Aber - so einfach, wie er nach außen hin erscheint, ist der Small Talk nicht. Sicher gibt es Naturtalente, aber für viele Menschen bedeutet ein unverfängliches Gespräch - nicht nur im beruflichen Kontext - eine Herausforderung. Wollen wir mit System zum entspannten Gesprächspartner werden, ist es sinnvoll, sich erst einmal anzuschauen, welche persönlichen Hürden oder Widerstände es gibt.

Warum fällt vielen die lockere Plauderei so schwer?

Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich vor allem diese 3 Hürden:

Hürde 1, der Klassiker: die Angst vor Ablehnung

Wir alle haben in der Vergangenheit schon Erfahrung mit Ablehnung gemacht, davon bleibt kaum jemand verschont. Als unabhängige Erwachsene können wir aber erkennen, dass uns nicht notwendigerweise jeder mögen muss!

Klar, wer offen und freundlich auf Menschen zugeht, setzt sich der Gefahr aus, keine Resonanz zu bekommen - und das fühlt sich tatsächlich nicht so gut an. Wichtig ist es hier, das Verhalten des Anderen nicht persönlich zu nehmen. Manche Menschen sind einfach nicht besonders schwingungsfähig, andere sind gerade "irre beschäftigt" mit sich selbst. Zu einem lockeren Austausch gehören aber nun mal zwei.

Die meisten Menschen werden sich aber freuen, wenn Sie Ihnen freundlich und interessiert entgegenkommen. Menschen lieben positive Aufmerksamkeit! Achten Sie deshalb auf das "Beziehungsangebot", das Sie machen. Sind Sie selbst auf der Suche nach Zuwendung oder Bestätigung? Je weniger bedürftig Sie selbst sind, desto offener können Sie sich auf jemand anderen einlassen.

Also - stellen Sie Fragen, lassen Sie ihr Gegenüber erzählen, fragen Sie interessiert nach und beenden Sie den Small Talk ganz entspannt, wenn Sie genug haben.

Hürde 2: Die Befürchtung, kein interessantes Thema anbieten zu können

Sie kommen nicht gerade vom Wildwasser-Rafting in Tirol? Dann erzählen Sie doch einfach, was Sie ganz persönlich begeistert!

Sie suchen ein geeignetes Gesprächsthema? Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als sich da je nach Situation heranzutasten. Mit offenen Fragen ist es am leichtesten Kontakt herzustellen. Die meisten Menschen genießen diese Extraportion an Interesse und Aufmerksamkeit.

Beispiele für geeignete Themen:

Gewöhnen Sie sich an, Themen auf eine positive Weise anzusprechen. Berichten Sie beispielsweise über erste Eindrücke von der Stadt, in der man sich gerade trifft, so heben Sie Erfreuliches hervor.
Ausnahme: Wenn eine Situation offensichtlich unerfreulich ist - auch für den Gesprächspartner - dann kann man natürlich auch das gemeinsame "Leiden an der Situation" als Anlass zum Gespräch nehmen.


Folgende Themen sind für den Small-Talk riskant bis ungeeignet :


Bei Gelegenheit wählen Sie ein Thema, das Sie selbst interessiert. Echte Begeisterung ist ansteckend und weckt in der Regel auch Interesse beim Gegenüber. Vielleicht lassen Sie sich aber auch ganz entspannt von Ihrem Gesprächspartner für dessen Thema gewinnen.

Hürde 3: Die Sorge, den Small Talk nicht jederzeit auch wieder beenden zu können.

Lassen Sie sich von einem Gegenüber nicht vereinnahmen! Wenn Sie das Gespräch beenden wollen, seien Sie egoistisch genug, das auch zu tun.

Small Talk findet nicht immer ein natürliches Ende und muss dann aktiv beendet werden. Sei es, dass Sie sich wieder dem Tagesgeschäft zuwenden wollen, sich Ihr Gesprächspartner als nicht so interessant erweist oder dass Sie nach dem Warm-up zum eigentlichen Thema wechseln wollen. Wie findet man den Absprung?

So beenden Sie gekonnt Ihren Small Talk:

Was ist Ihre spezielle Herausforderung beim Small Talk?

Um innere Hürden zu überwinden, ist nichts wirksamer als "Learning by Doing". Es empfiehlt sich daher, ganz bewusst in alltäglichen Situationen Small Talk zu trainieren. Im Zug oder Flugzeug, beim Warten auf einem Amt oder mit Ihrem Mechaniker bei der Autoübergabe zum Wintercheck. Es geht darum, zumindest für kurze Zeit mit beliebigen Personen auf angenehme Art kommunizieren zu können. Betrachten Sie die nächste Plauderei mit Ihrem Nachbarn als Übungsfeld. Durch positive Erfahrungen lassen sich Unsicherheiten am leichtesten überwinden. Es erfordert lediglich ein wenig Mut, diese Erfahrungen aktiv zu suchen.

"Reden lernt man nur durch reden", sagt Cicero.


... ganz auf meiner Linie!

Über die Autorin:

Kerstin March ist Diplom-Psychologin, Dozentin und Coach. Sie hilft Unternehmen, psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und Mitarbeiter nachhaltig fit zu machen. Ihr Blog und die kostenfreien Video-Coachings unterstützen Interessierte dabei, ihren Job mit mehr Kompetenz und Gelassenheit anzugehen!

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