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Bleiben Sie konstruktiv! Typische Kommunikations-fallen, in die Sie nie mehr tappen wollen!

Eine achtsame Kommunikation kann Ihnen Zeit und Energie für zwischenmenschliche „Reparaturarbeiten“ ersparen! Achten Sie einmal darauf, ob Sie selbst anfällig sind, für die eine oder andere Kommunikationsfalle.

Manche kommunikative Angewohnheit führt leicht zur Eskalation. Hinter einer vordergründigen Unvereinbarkeit von Standpunkten verbirgt sich oftmals die Tatsache, dass man sich in Sachen Kommunikation ganz empfindlich auf die Füße getreten ist. Oft ist der Ursprung einer Eskalation so schwer zu erkennen, weil man sich bei der Ursachenforschung ausschließlich auf den Inhalt des Gespräches konzentriert. Dabei spielen Feinheiten im "Wie" der Kommunikation die entscheidende Rolle.

Tritt in einem Gespräch eine Partei beispielsweise belehrend oder zurechtweisend auf, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Gesprächspartner nicht mehr allein auf den Inhalt der Aussage reagiert. Die Beziehungsseite wird negativ berührt, denn offensichtlich weiß da jemand alles besser. Egal, ob jemand nun zum Gegenangriff bläst oder erst einmal „dicht macht“, an eine konstruktive Lösungsfindung ist erstmal nicht mehr zu denken.

Die Fähigkeit auf Andere nicht mehr reflexartig sondern vielmehr bewusst zu reagieren, bedeutet für Sie echte Souveränität und mehr Gestaltungsspielraum in Gesprächen.

5 typische Kommunikationsfallen:

Die ersten beiden Kommunikationsfallen haben etwas mit dem "Besserwissern" zu tun!

Nr. 1: Das Verbessern

Jemanden in seiner Aussage zu verbessern führt in der Regel dazu, dass sich anschließend darüber gestritten wird, wer mit seiner Ansicht denn nun Recht hat oder nicht.

Wie Sie diese Kommunikationsfalle umgehen:

Nr. 2: Das Belehren

Diese Art der Rhetorik wird zu einer empfindlichen Störung im Gespräch führen, da sich nun der Gesprächspartner einem Besserwisser gegenüber sieht, der als Dozent oder Lehrer auftritt. Typische belehrende Aussagen sind:

Wie Sie diese Kommunikationsfalle umgehen:

Gerade für Führungskräfte sind die nächsten beiden Kommunikationsfallen eine besondere Herausforderung. Viele unterschiedliche Positionen sind unter einen Hut zu bringen und ein Feedback muss konkret und nachvollziehbar sein!

Nr. 3: Das Bagatellisieren und nicht ernst nehmen

Ein Thema kann im Team nur gemeinsam gelöst werden, wenn alle Sichtweisen respektiert und angehört werden. Oft fehlt es allerdings an Verständnis für eine Position, die nicht der eigenen entspricht. Einwände werden bagatellisiert und als unwichtig abgetan. Mancher reagiert darauf mit Vehemenz und Empörung, andere verschließen sich innerlich und steigen mental und emotional aus. Beides taugt wenig für die weitere Lösungsfindung.

Wie Sie diese Kommunikationsfalle umgehen:

Nr. 4: Das Verallgemeinern von Verhaltensweisen

Bei Ihren Formulierungen zur Beschreibung einer Person finden sich Zuschreibungen wie „immer", „nie" oder „typisch"? Dann können Sie davon ausgehen, dass Sie gerade stark verallgemeinern. Nahezu jeder fühlt sich dabei ungerecht behandelt und wehrt sich - zurecht!

Wie Sie diese Kommunikationsfalle umgehen:

Hier geht´s um den Angriffsmodus: Sie merken, dass Ihre Zündschnur eher kurz ist? Dann verlassen Sie die Situation und sammeln sich erst einmal, denn auch Worte lassen sich nicht so leicht zurücknehmen!!


Nr. 5: Der "persönliche Angriff"

Gemeint sind hier Formulierungen, die es nur darauf anlegen, ein Gegenüber herabzuwürdigen und zu verletzen. Wenn das passiert, ist die Eskalation schon so weit fortgeschritten, dass ein respektvoller Umgang erstmal nicht mehr in Reichweite ist.

Wie Sie diese Kommunikationsfalle umgehen:

Es hört doch jeder nur, was er versteht!


Johann Wolfgang von Goethe

Über die Autorin:

Kerstin March ist Diplom-Psychologin, Dozentin und Coach. Sie hilft Unternehmen, psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und Mitarbeiter nachhaltig fit zu machen. Ihr Blog und die kostenfreien Video-Coachings unterstützen Interessierte dabei, ihren Job mit mehr Kompetenz und Gelassenheit anzugehen!

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